Problem lösen | Beispiel einer erfolgreichen Strategie

Ein Problem zu lösen, erscheint oft schwierig. Zudem ist es lästig. Deshalb gehen wir Problemen aus dem Weg. Nicht lösen, sondern vermeiden, ist die beliebteste Strategie. Ist das gut?

Hier gebe ich ein Beispiel, wie man ein Problem strategisch angehen und lösen kann.

| Lesezeit ca. 8 Minuten |

Erfolgreiche Alternative

Die Vermeidung von Problemen führt in der Regel zu weiteren Problemen. Wir träumen von einem guten, erfolgreichen und entspannten Leben und lösen keine Probleme. In absehbarere Zeit stehen wir vor einem riesigen Haufen. Vorbei ist der Traum vom lässigen Leben. Eine bessere Strategie muss her!

Zum Aufklappen: Was ist eine Strategie?
Strategie ist ein Plan. Genauer gesagt, der Plan einer Handlung. Dabei geht es zum Beispiel darum, ein Problem zu lösen oder ein Ziel zu verfolgen. Im Grunde sind Problemlösung und Zielverfolgung gleiche Vorhaben – beide befassen sich mit einer Handlung, die zum Erfolg führt.

Strategisch gut gesetzte Handlung

Mit Strategien haben sich schon vor vielen Tausend Jahren Menschen in aller Welt befasst befasst. Der Ursprung dessen, liegt im Wunsch nach siegreicher Bewältigung von Auseinandersetzungen. Da es eine kriegerische Epoche war und der Rest der Bevölkerung im kleineren Bereich agierten, war Strategie im Schwerpunkt auf das Militär bezogen.

Die ältesten schriftlichen Überlieferungen kommen aus China. Und im Laufe der Jahrtausende wurden, anderes als in Europa, diese niedergeschriebenen Weisheiten und Erfahrungen zum Allgemeingut. Heute denken und handeln Millionen Menschen in Fernost nach den überlieferten Strategien der Chinesen. Und immer mehr Menschen der westlichen Hemisphäre werden von diesen Überlieferungen inspiriert.

Ein Problem zu lösen, ist der Königsweg. Ein Problem in einen Erfolg zu verwandeln, ist das Kaiserweg (gibt es überhaupt den Begriff „Kaiserweg“? Egal, dann habe ich den jetzt erfunden).

Wie kann das gehen?

Zuerst ist wichtig, bereit zum Handeln zu sein. Dann brauchen wir eine Inspiration, eine Idee, einen Ansatz. Es geht nicht darum, den Stein der Weisen aus dem Hut zu zaubern und auch nicht um die nobelpreisverdächtige Lösung. Was uns hilft, ist ein guter Rat. Freunde und Bekannte können Anstöße liefern, professionelle Ratgeber helfen weiter. Im Grunde schöpfen wir aus einem fremden Erfahrungsschatz. Eine fast unerschöpfliche Quelle sind die Strategien der Chinesen. Wie man sie erfolgreich einsetzen kann, zeige ich hier an einem Praxisbeispiel.

Ich wechsele jetzt zum vertraute Du, weil Probleme lösen ein individuelles Thema ist.

Das Beispiel

Stell Dir vor, Du steht vor einem Problem und weißt nicht, wie Du es lösen kannst. Sicher ist Dir das nicht fremd. Du kennst das und Du kennst die zunächst empfundene Hilflosigkeit. Näher betrachtet, ist das häufig eine anerzogene Hilflosigkeit. Das spielt aber keine Rolle, weil die Zeit drängt.

Probleme lösen ist ein Handeln gegen die Uhr.

Je länger sie ungelöst sind, um so schwerer wiegen sie. Wie packt man das Ganze jetzt an?

1. Schritt: Problem erkennen

Der erste Schritt der Lösung ist, das Problem zu erkennen. Das mag jetzt einfach klingen. Aber sei jetzt einmal ganz ehrlich … fällt Dir das sofort ein, wenn ein Problem auftaucht? Dabei ist das Erkennen so unglaublich wichtig!

Hänge deshalb diese Memocard an die Wand oder lege sie auf den Schreibtisch. Sie erinnert Dich daran, in einer schwierigen Situation geerdet zu bleiben. Sie erinnert Dich daran, dass Du zuerst das Problem betrachtest und erkennst, um was es sich genau handelt.

2. Schritt: Welche Strategie passt zum Problem?

Nicht jede Strategie passt zu jeder Situation. Es kommt auf die kleinsten Nuancen an und danach ist die Strategie auszuwählen. Wenn man zum Beispiel „auf dem falschen Fuß erwischt wurde“, ist man schwach und anfällig. In dieser Situation ist es wichtig, dass man zu seinen Stärken zurück findet. Wahrscheinlich geht das nicht in allen Bereichen so schnell wie man wünscht – besonders nicht dort, wo das Problem „eingeschlagen“ hat. Deshalb ist es ratsam, alle „unbeschädigten“ Stärken in den Vordergrund zu stellen. Dieses Präsentieren sollte jedoch in einem fein abgestimmten Rahmen erfolgen. Die Gefahr ist groß, hier Luftschlösser zu bauen und in Angeberei unterzugehen.

Eine andere Situation ergibt sich, wenn man tatsächlich „angeschossen“ ist, sich jedoch als „Herr der Lage“ ansieht. Diese Einschätzung kann gefährlich werden, wenn der Ursprung Ehrgeiz und Selbstüberschätzung ist. Sich da zu zügeln und nach unterstützenden Möglichkeiten zu suchen, ist die Optionen mit den größten Erfolgsaussichten. Leider passt diese Option jedoch nicht immer.

Wenn die bisherigen Situationsbeschreibungen noch so richtig gepasst haben, bleiben noch zwei weitere Strategien. Da ist zunächst die Strategie der Beschäftigung. Dabei wird die Aufmerksamkeit des Umfeldes auf bisher wenig bekannte Dinge gelenkt. Das verschafft Ruhe und Entlastung und man kann unbeobachtet das schwelende Problem „beseitigen“ – vorausgesetzt, man hat die Möglichkeit eines „zweiten Spielfeldes“ direkt zur Hand. Und es ist nur so lange möglich, wie noch Aussicht auf eine baldige Lösung des ursprünglichen Problems besteht. Wenn nicht, bleibt nur noch die allerletzte Strategie – die Strategie der letzten Hoffnung. Da heißt es dann mit dem Mut der Verzweiflung zu kämpfen. Aber aussichtslos ist dieser Kampf keineswegs – auch da gibt es Auswege und Optionen.

3. Schritt: Mittel auswählen und einsetzen

Wenn Du eine Entscheidung getroffen hast und weißt, welche Strategie zum aktuellen Problem passt, ist es Zeit zum Handeln. Jetzt setzte die Mittel ein, die Dir zu Verfügung stehen. Und das ist weit weniger schwierig, wie es zunächst den Anschein hatte.

Anmerkungen zum Schluss

Wenn man sich an einige Regeln hält, ist es einfach, Probleme anzupacken und zu lösen. So einfach, wie der Einsatz von Strategien.

Wer Strategien nutzt, macht sich sein Leben durch die Verwendung eines wiederkehrenden Entscheidungsprozesses einfach. Dieser Ablauf ist immer:

  • Orientieren,
  • Erkunden,
  • Entscheiden,
  • Handeln.

Alles keine Geheimwissenschaft, aber enorm wirksam. Wenn man zusätzlich Ratschläge, Denkanstöße und strategische Merksätze nutzt, ist man auf fast jede Situation vorbereitet.

All das und viel mehr verrate ich in meinen E-Books. Wie man sogar unvorhergesehene Schwierigkeiten überwindet, erkläre ich in meinem Buch „Beherrsche neun Situationen, um zu bekommen, was Du möchtest“, das man 22. Februar 2018 im Mitgliederbereich veröffentlicht wird. Dort findest Du auch die hier besprochenen Memocards als Druckdatei in hoher Auflösung.

Die Strategien der Chinesen sind mehr als eine Sammlung schöner Sprüche

Im Mitgliederbereich findest Du E-Books und Memocards. Nicht nur ein E-Book, sondern gleich mehrere. Und Du findest eine große Anzahl schön aufbereiteter Memocards. Diese kannst Du ausdrucken und dort hinlegen, wo Dein Blick immer wieder hinfällt. So bleibst Du stets auf Dein Ziel fokussiert. Memocards dienen als Inspiration und Ratgeber.

Infos zum Mitgliederbereich

Hilfe um ein Problem zu lösen, ist eine Verwendungsmöglichkeit von Strategien. Aber es gib noch viele andere Einsatzfälle. Strategien sind universell, Memocards sind universell. Sie decken Planen, Zukunft gestalten, Neues schaffen, erfolgreich sein und weitere Anwendungsgebiete ab. Es gibt fast unbegrenzte Anwendungsfälle. Fast alle Lebensbereiche bekommt man mit der passenden Strategie in den Griff. Und man bleibt sich selbst treu – das ist das Wichtigste.

An jedem Arbeitstag zeige ich auf Facebook eine Memocard – eine Strategie des Tages. Ich ziehe sie nicht wahllos aus einem Stapel – sie stehen in direkter Beziehung zu Gesprächen, die ich in den Tagen vorher geführt habe. Es sind angewandte Strategien, die Menschen helfen, ihnen Rat und Inspiration geben.

Memocards der letzten Tage
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Geboren 1959, Führungkraft seit 1984, Unternehmer seit 2000. Erfolgsverwöhnt und immer in der ersten Reihe, bis ihn 2015 ein Schlaganfall zum Anhalten und Rückbesinnen zwang. Stress, Burnout, keine Balance im Leben. Nach dem Schlaganfall hatte sich sein Leben verändert. Anfängliches Interesse und Ursachenforschung ging in Weiterbildung über. Erkenntnis: Work-Life-Balance richtig angewendet ist nicht nur eine Worthülse.

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