Nutze den frischen Wind

Frischen Wind nutzen – ein geflügeltes Wort aus der Seemannssprache. Zur Zeit, als Segelschiffe noch auf günstige Winde angewiesen waren, war das ein plastischer Vergleich für Vorwärtskommen. Je stärker es wehte, um so schneller kam das Schiff voran. Für jeden guten Seemann war klar: Nutze ich frischen, starken Wind, der in die richtige Richtung bläst, komme ich schnell ans Ziel. Auch wenn unser Vorankommen heute nicht mehr von Windkraft abhängt, bleibt es ein treffender Vergleich für Zielerreichung und viele andere Gestaltungssituationen in unserem Leben.

Nutze den Wind

Manchmal empfinden wir die Sprache der Segler als Schatten aus einer längst vergangenen Zeit. Dabei ist die Metaphern heute noch genau so gut wie ehedem. Besonders bei Vergleichen bezüglich der Lebensgestaltung scheint diese Sprache sehr treffend zu sein. Schauen wir uns das einmal näher an.

Wenn es im Leben nicht voran geht, dümpelt wir auf der Stelle. Stillstand. Nichts bewegt sich. Dümpeln ist auch ein Ausdruck aus der Seemannssprache. Was wir für die Vorwärtsbewegung brauchen, ist eine frische Briese in den Segeln. Das bringt uns voran. Alles Begriffe aus der Welt der Segler und auch Laien wissen sofort Bescheid. Kernige Worte. Leinen los! Aber bevor wir richtig Fahrt aufnehmen, verstricken wir uns in Sinnfragen. Das kannten die alten Segler nicht. Da ging es nur noch voran, wenn der Steuermann den Bug in den Wind gedreht hat. Liegt es daran, dass wir das Vertrauen in den Nutzen der ursprünglichen Kräfte verloren haben?

Zweifel beim frischen WindWie geht es weiter? Was ist die richtige Richtung? Wie bekomme ich Wind in meine Segel? Wo weht er frisch, wohin soll ich mich wenden? Nutze ich den Wind richtig? Wohin weht er mich? Ist er zu stark oder ist er zu schwach? Kann ich ihn beherrschen, egal wohin er mich weht? Kann ich der Windkraft vertrauen? Wird er nachlassen und wird es rechtzeitig frischen geben? Weht er, bis ich in meinem Ziel bin?

Die Zweifel stehen schon im Raum, bevor wir überhaupt eine frische Briese aufnehmen konnten. Nach den Zweifeln folgen die Bedenken.

Bedenken beim frischen WindWelche Sicherheit habe ich? Wo weht es mich hin? Was gebe ich auf, wenn ich den Wind nutze? Ist es der richtige Zeitpunkt? Bin ich in Sicherheit, oder ist das Nutzen voller Risiken? Wer trägt das Risiken? Wer gibt mir die Garantie für die richtige Richtung? Bin ich der einzige, der diesen frischen Wind nutzt? Mache ich keinen Fehler, wenn ich den Wind jetzt alleine nutze?

Seltsam, viele Menschen fragen was passiert wenn sie den frischen Wind nutzen. Fast niemand fragt was passiert, wenn sie ihn nicht nutzen. Wo liegt das größere Risiko, im Nutzen oder Unterlassen? Es erscheint mühselig, aber diese Frage sollte sich jeder stellen. Was ist das größere Risiko? Nutzen oder Unterlassen. Dabei stoßen wir auf erstaunliche Erkenntnisse.

Wissen beim frischen WindDen frischen Wind machst Du selbst! Die Art der Nutzung bestimmst Du alleine! Es gibt keine Vorlagen, keine Best Practice, keine Gebrauchsanweisung. Nutze den frischen Wind so, wie Du es für richtig empfindest. Nur Du kannst ihn fühlen und nur Du weißt aus welcher Richtung er weht. Er ist Deine eigene Urkraft. Nutze ihn für Dich!

Die Gewissheit der eigenen Gestaltung bringt Sicherheit. Es ist nicht die Frage, ob er aus der richtigen Richtung weht. Entscheidend ist der richtige Kurs. Segler reden davon, mit oder vor dem Wind zu segeln oder vor dem Wind zu kreuzen. Nicht der Weg, sondern der Kurs ist entscheidend. Wer sich in Details verliert, verliert den Kurs aus den Augen.

Zukunft im frischen WindNutze was Dich vorantreibt. Egal wie Du es nennst, es bringt Dich nach Vorne, treibt Dich an, bläst für Dich in die richtige Richtung. Erkenne es als Deinen Antrieb und nutze es, bis es nachlässt und Du an Fahrt verlierst. Dann suche nach der neuen Kraft, die Du wieder aufnimmst, damit sie Dich wieder voran treibt. Wenn Du magst, nenne es Wind.

Mehr Erkenntnisse aus der Seemannssprache

Den ständig aus der gleiche Richtung wehenden Wind gibt es nicht. Die Seeleute früher wussten das sehr genau und haben sich darauf eingerichtet. Auch wir tun gut daran, uns auf unterschiedliche Windverhältnisse einzurichten.

Es gibt keinen Grund zur Sorgen, wenn man gerade günstig am Wind segeln. Sorgen sollte sich nur der machen, der sorglos an stets günstigen Verhältnisse glaubt. Wir könnten auch sagen, wer einen Plan B für neuen Wind in der Tasche hat, hat gut vorgesorgt. Aber nicht jedermann kann sich zu jeder Zeit einen alternativen Plan zurechtlegen. Das ist auch gar nicht nötig. Hauptsache man ist in der Lage einen frischen Impuls zu setzen, wenn es nötig ist. Das heißt, wieder frischen Wind in die Segel zu bekommen. Und da wir für unseren Wind selbst verantwortlich sind, ist das keine unlösbare Aufgabe.

Magisches Viereck im frischen Wind

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Geboren 1959, Führungkraft seit 1984, Unternehmer seit 2000. Erfolgsverwöhnt und immer in der ersten Reihe, bis ihn 2015 ein Schlaganfall zum Anhalten und Rückbesinnen zwang. Stress, Burnout, keine Balance im Leben. Nach dem Schlaganfall hatte sich sein Leben verändert. Anfängliches Interesse und Ursachenforschung ging in Weiterbildung über. Erkenntnis: Work-Life-Balance richtig angewendet ist nicht nur eine Worthülse.

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