Arbeit 4.0 – goldene Zukunft oder Wahnsinn?

Zukunft Arbeit 4.0 – wir alle haben das Schlagwort schon gehört. Für viele von uns ist es nur ein neuer Überbegriff, ein neuer Hype. Was liegt dahinter? Setzt die Zukunft auf ein neues Pferde, hat das alte ausgedient und welche Rolle spiel der Mensch dabei?

Web 2.0 hat unser Leben verändert und somit auch unsere Arbeit. Wir stecken mitten in einer Kommunikationsrevolution, Web ist allgegenwärtig, ständige Erreichbarkeit die Regel, Auflösung fester Arbeitszeit und Arbeitsplätze im Vormarsch. Stress ist die Folge, Burnout eine neue Volkskrankheit.

Noch haben wir uns in der 2.0-Realität nicht vollkommen eingerichtet, schon erscheint Arbeit 4.0 am Horizont. Eine Weg in eine goldene Zukunft oder die Vision des institutionalisierten Wahnsinn? In einer losen Artikelreihe schauen wir, was Arbeit 4.0 für uns bedeutet.

Ich lade Sie ein, mit mir über die Zukunft zu diskutieren.

Die Zukunft sieht anders aus

Wenn über Arbeit 4.0 geredet wird, steht das Ziel der allumfassenden Digitalisierung im Vordergrund. Was kann das bedeuten? Intelligenz wird digital. Kühlschränke die selbständig Milch bestellen und Waschmaschinen die Wäsche sortieren? Ist das die goldene Zukunft oder der blanke Wahnsinn?

Wie wird sich unser Arbeitsumfeld verändern? Bedeutet es, dass wir zur Zulieferinstanz des in sich geschlossenen digitalen Prozesses werden? „In sich geschlossener Prozess“, ein weiterer Begriff, der immer wieder auftaucht. Ist das so zu verstehen, dass sich digitale Instanzen selbst kontrollieren, anpassen und weiter entwickeln? Ohne Menschen? Zukunftsentwicklung in Richtung Wahnsinn oder Genialität?

Wie entwickelt sich in diesem Arbeitsumfeld das Work-Life-Balance? Erzeugt Arbeit 4.0 mehr Freizeit und größeren Raum für Familie? Oder verschwinden die Grenzen zwischen Beruf und Privatem? Verändert sich unsere Freizeitgestaltung? Wie wird unser Arbeitsplatz in Zukunft aussehen? Wächst oder sinkt unser Stress-Level? Frage über Fragen.

Wir können nur vermuten, dass sich in Zukunft unsere bekannten Strukturen auflösen. Neue Regeln werden unser Leben bestimmen, wir werden uns anpassen. Technische Revolutionen waren immer Anpassungsprozesse.

Arbeit 4.0 ist die vierte industrielle Revolution

Eine Studie der Deutschen Telekom und der Universität St. Gallen kategorisiert die technischen Revolutionen der Vergangenheit und Zukunft als industrielle Revolutionen. Die Industrie als Taktgeber der Arbeitswelt. Bisher. Wird das so bleiben? Schauen wir uns das genauer an:

  • Erste industrielle Revolution: Einführung mechanischer Produktionsanlagen mit Hilfe von Wasser- und Dampfkraft
  • Zweite industrielle Revolution: Einführung arbeitsteiliger Massenproduktion mit Hilfe von elektrischer Energie
  • Dritte industrielle Revolution: Einsatz von Robotik und IT zur weiteren Automatisierung der Produktion
  • Vierte industrielle Revolution: Einsatz von cyber-physischen Systemen

Einen wesentlichen Unterschied zwischen heute und Zukunft sieht die Studie darin, dass Maschinen bislang den Menschen in der Erbringung seiner Arbeit unterstützt haben. Bereits in der dritten industrielle Revolution begann das Ersetzen des Menschen durch Maschinen. Die Zukunft, die vierte industrielle Revolution, geht in die menschenlose Produktion über. Was bedeutet das für den Mensch?

Neu einrichten

Wie sich die Zukunft entwickeln wird, können wir nur vermuten. Auf jeden Fall stehen wir vor großen emotionalen und technischen Herausforderungen. Unser Bild, das wir uns heute von der Arbeitswelt und Freizeitgestaltung machen, hat in der Zukunft als verstaubtes Modell ausgedient. Bildung wird an die neuen Gegebenheiten angepasst, Familienleben neuen Regeln unterworfen. Die Gestaltung der Zukunft ist ein offener Prozess. Lassen Sie uns aktiv eingreifen, einrichten und gestalten. Nehmen Sie Teil an der Diskussion!

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Geboren 1959, Führungkraft seit 1984, Unternehmer seit 2000. Erfolgsverwöhnt und immer in der ersten Reihe, bis ihn 2015 ein Schlaganfall zum Anhalten und Rückbesinnen zwang. Stress, Burnout, keine Balance im Leben. Nach dem Schlaganfall hatte sich sein Leben verändert. Anfängliches Interesse und Ursachenforschung ging in Weiterbildung über. Erkenntnis: Work-Life-Balance richtig angewendet ist nicht nur eine Worthülse.

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